Ich habe da mal eine Frage

1. April 2015 Keine Kommentare

Warum ist die aktuelle Annäherung Griechenlands an Moskau verwerflich, nicht aber die wiederholten Alleingänge Deutschlands, an der EU vorbei einen ständigen Sitz im Uno-Sicherheitrat einzusacken?

Zur Gängelung durch die friedlosen amerikanischen Freunde. Zwei CDU-Stimmen.

31. März 2015 Keine Kommentare

Ein Gastbeitrag von Ernst Gleichmann

Willkommen liebe Friedensfreunde,

im Mai vor 70 Jahren schworen die Deutschen „Nie wieder Krieg!“ Inzwischen haben wir aber Regierungen und ein Staatsoberhaupt, die davon nichts halten. Sie fordern mehr deutsche Kampfeinsätze im Auslandaus „Verantwortung“, wie Pastor Gauck die Habgier nach fremden Rohstoffen umgetauft hat. Personen, die Kampfeinsätze im Ausland für unverantwortlich halten, unterstellt Gauck „Weltabgewandtheit oder Bequemlichkeit“. Zu solchen Taugenichtsen, Herr Pastor, zählt übrigens ein gewisser Christus. Schon vergessen?

Im Bundestag ist Die Linke einziger Gegner der kriegswilligen Groko. Ihr verdienstvoller, aufreibender Kampf ist, nach Albrecht Müller von den NDS, so einzuschätzen: Wenn Kritik an der Regierungs-Politik nur aus dieser einen Ecke kommt, dann ist sie leicht als linke Meckerei abzutun und damit weniger glaubhaft, als wenn sie aus verschiedenen politischen Lagern kommt. Daher möchte ich Ihnen/ Euch zwei Bücher vorstellen, die nicht aus der „linken Ecke“ stammen, sich aber ebenso entschieden gegen die Auslandseinsätze der Bundeswehr richten. Die Autoren sind beide ehemalige hohe CDU-Politiker: Jürgen Todenhöfer schildert die grauenvolle NATO-Blutspur in Nahost und Libyen. Und Willy Wimmer stellt die Frage: Welche Haltung soll Deutschland zur NATO-Führungsmacht künftig einnehmen?

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Herrn Schüle ist fad im Wohlfühlkapitalismus

27. März 2015 1 Kommentar

Publizist Christian Schüle bemerkte jüngst in Deutschlandradio Kultur , dass der deutschen Kulturproduktion eine „nihilistische Hasenfüssigkeit” vorgeworfen werde. Ein Vorwurf, der doch nur von außen kommen kann oder? Wer ihn aber erhebt, darüber schweigt er sich aus. Allein, muss er sich dann als Publizist und Autor nicht zunächst an die eigene Nase fassen? Oder fand er wegen der besagten nihilistischen Hasenfüssigkeit keinen Großverlag für seine Bücher? Mehr…

Außenpolitische Inkompetenz

24. März 2015 Keine Kommentare

Mittwoch, 4. März 2015, 22:45 Uhr. Talkshow Anne Will. Thema: »Mord an Boris Nemzow – Wie gefährlich ist Opposition gegen Putin?«

In der Gesprächsrunde sitzt zu Anne Wills Rechten ein altkluger Gast, den man besorgt fragen möchte, ob er ohne seine Mama so spät abends noch unterwegs sein darf. Zu seinem gefühlten Alter so gar nicht passen wollen allerdings seine grauen Haare und die Wichtigkeit, die sein Gesichtsausdruck atmet und seine Brille noch verstärkt. Vorgestellt wird er von der Talkmasterin als Norbert Röttgen von der CDU, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags.

Man spürt, dieser Gast hat Wichtiges beizutragen. Wiederholt setzt er an, angesagt sind zunächst aber nur kürzere Beiträge. Dann endlich, in Minute 12:36 passt es. Er zieht gegen Russland vom Leder. Mehr…

Ach Günter

21. März 2015 Keine Kommentare

Was für eine dilettantisch inszenierte Talkshow. Da will Günter Jauch den griechischen Finanzminister öffentlich vorführen und den Ressentiments der TV-Zuschauermeute ausliefern. Er setzt auf den Überrumplungseffekt und haut dem Minister ein – so hofft er – kompromittierendes Video um die Ohren. Der Minister aber reagiert souverän und streitet die Echtheit des Videos ab.

Doch die Republik steht drei Tage lang kopf; Jauch behauptet, das Video sei echt; andere widersprechen, sie hätten das Video selber gefälscht; unterschiedliche Varianten des Videos tauchen auf und steigern das Durcheinander; Spekulationen, das Video sei verfälschend aus dem Zusammenhang gerissen, vergrößern den Trubel; andere Talkshows befassen sich mit dem Thema ohne genau zu wissen mit welchem; der Minister habe gelogen; habe er nicht; habe er doch; die vorgeblichen Fälscher behaupten, ihre Fälschungsbehauptung sei ebenfalls eine Fälschung; das Tohuwabohu ist komplett; der Minister lacht sich ins Fäustchen. Die einzige Gewissheit: Millionen deutscher Frauen schmolzen am Bildschirm dahin. Mehr…

Die Feuerwehr als Brandstifter

20. März 2015 Keine Kommentare

FAZ.NET beklagte vorgestern, am 18.03.2015, die Überzeugung vieler Mitbürger,

es »habe sich in der Ukraine eine Regierung an die Macht geputscht, die Greuel an der russischstämmigen Bevölkerung begangen habe, so dass Russland habe eingreifen müssen, um diese Menschen zu schützen. Hinter dem „Putsch“ stünden die Vereinigten Staaten und die Nato, die Russland einkreisen und letztlich vernichten wollten.«

Auch wenn sicherlich nur eine Minderheit diesem Irrglauben anhängt, leidet FAZ.NET darunter, hat es sich doch bislang so sehr abgestrampelt, unseren Mitbürgern das Gegenteil einzuhämmern: Russland ist schuld und überhaupt das Böse. Mehr…

Die Politik sollte über das Modell Bürgerversicherung für die Rente nachdenken,…

18. März 2015 Keine Kommentare

empfahl Nachdenkseitenkommentator(in?) C. R. am Montag. Da stellen sich mir als erstes zwei Fragen: Warum denkt die Politik augenscheinlich nicht darüber nach, sonst würde sich C. R. nicht beklagen, und wer ist „die Politik”? Geht man davon aus, dass mit Politik die gewählten Parteien gemeint sind, dann liegt auf der Hand, dass sie nichts weiter tun, als die Katastrophe des „Weiter so!” zu perpetuieren und zwar mit Ansage. Dabei handelt es sich augenscheinlich um einen Teufelskreis. Während die Leute, die noch etwas zu verlieren haben, dem „Weiter so!” mit ihren Kreuzchen am Wahltag vertrauen in der Hoffnung, dass ihre Privilegien dadurch gewahrt bleiben mögen, haben die Benachteiligten das Interesse an den Wahlcastingshows scheinbar verloren. Mehr…

Vom Wir und vom Guten

18. Februar 2015 Keine Kommentare

Zwei Kernbotschaften spulen die teutonischen Hauptmedien in letzter Zeit immer wieder ab. Die eine lautet, dass es „uns” gut ginge, die andere, dass „wir”, „die westliche Wertegemeinschaft”, die Guten sind. Sie werden auch recht erfolgreich in die Köpfe der meisten Deutschlandbewohner implementiert, weil diese die politischen Ereignisse eh nicht oder nur am Rande interessieren, sofern es sich nicht um Polit-Hobbyisten handelt. So viel Kundenorientierung haben die Leute bei Presse, Funk und Fernsehen natürlich längst verinnerlicht. Daher wird etwa der Wahl zum Fußballer des Jahres deutlich mehr Beachtung z.B. in Form von Sendezeit in den Radionachrichten geschenkt als Berichten über die Ukraine. Mehr…

Der Duktus des Hasses

17. Februar 2015 Keine Kommentare

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer (mit hasserfüllter Stimme):

Die aufreizende Lässigkeit der griechischen Regierung wird denen [sic] noch vergehen.

aus RP online, 17. Februar 2015

Adolf Hitler am 8.November 1942 im Reichstag:

Die jetzt noch lachen, werden in einiger Zeit vielleicht auch nicht mehr lachen.

aus Anne Frank Webguide

Über Kosten-Nutzen-Analysen

27. Januar 2015 Keine Kommentare

Die Kosten-Nutzen-Analyse gehört zum neoliberalen Denkstil wie das Lob des Marktes und die Staatskritik, nahezu jede politische Maßnahme oder Entwicklung, sofern sie in der veröffentlichten Meinung Beachtung findet, wird einer solchen unterzogen. Sehr beliebt ist zur Zeit von liberal-konservativ bis linksliberal, der Fremdenfeindlichkeit in Deutschland mit einer Kosten-Nutzen-Analyse zu begegnen. Man verweist vor allem darauf, dass die eingewanderten Menschen hier ihre Steuern und Sozialabgaben zahlen im Gegensatz zu manchem blutsdeutschen Unternehmen. Die große Beliebtheit erklärt sich daraus, dass einem großen Teil des Unternehmertums Meldungen über rechte Demonstrationen und Gewalttaten auf deutschem Boden aufgrund seiner Exportorientierung ein Dorn im Auge sind, weil sie den wirtschaftlichen Erfolg im Ausland über kurz oder lang schmälern könnten. Mehr…